Gesellschaft,  Gesundheit

Modernes Sklaventum und der mangelnde Respekt vor Ruhezeiten

Die moderne Technologie hat uns ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Wir sind heute rund um die Uhr weltweit vernetzt und können in sekundenschnelle alles und jeden erreichen. Und genau das ist einer der größten Stressfaktoren dieser Tage.

Facebook zeigt uns an, wer wann online ist. WhatsApp zeichnet die Aktivität ebenfalls minutengenau auf und liefert so jedem Kontakt jederzeit genaue Auskunft über die Onlineaktivität. Wer online ist, ist verfügbar. Wer verfügbar ist, ist erreichbar oder sollte es zumindest sein, so die Annahme.

Doch genau diese Annahme treibt uns allesamt auf ein Stresslevel, das krank machen kann. Jederzeit erreichbar zu sein, nie wirklich abschalten zu können versetzt den Körper in einen dauerhaften Stresszustand. Das Stresshormon Cortisol ist sozusagen omnipräsent im Körper, lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Wie schädlich das ungefilterte blaue Licht von Handys und Tabletts wirklich ist, wurde bereits in mehreren Studien belegt.

Blaues Licht – Probleme beim Ein- und Durchschlafen

Die Zirbeldrüse produziert während des Tages das für den Schlaf verantwortliche Hormon Melatonin. Je dunkler es wird, desto mehr wird davon produziert. Bei Menschen, die einen genauen Schlafrhytmus einhalten, steigt die Hormonproduktion bereits etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen stark an. Wer aber vor dem Schlafen nochmal auf Handy oder Tablett schaut, riskiert damit Einschlaf- und Durchschlafprobleme, da das kurzwellige blaue Licht die Hormonausschüttung beeinträchtigt.

Das blaue Licht setzt vor allem auch der Sehkraft zu. Das energiereiche Licht begünstigt demnach chemische Reaktionen, die im weiteren Verlauf Prozesse einleiten, die Sehzellen absterben absterben lassen. Über lange Jahre führt dies also zu einer vermehrten Reduktion der Sehkraft.

Ob man vor dem Einschlafen nochmals Handy oder Tablett zur Hand nimmt, kann nur jeder für sich entscheiden.

Arbeit rund um die Uhr – ein Zeichen für mangelndes Zeitmanagement

Anders sieht es allerdings aus, wenn Vorgesetzte oder Geschäftspartner eine permanente Erreichbarkeit voraussetzen. Genau genommen steht es absolut niemandem zu, sich genau das zu erwarten! Wer von seinen Mitarbeitern eine ständige Erreichbarkeit erwartet, sollte sich dringend selbst hinterfragen und eventuell auch den Kosten-/Nutzenfaktor berücksichtigen, denn Dauerstress macht langfristig bekanntlich krank. Wie wirtschaftlich eine solche Haltung ist, darf sich demnach jeder selbst beantworten. Ganz abgesehen davon, dass es kein Zeichen von Fleiß oder Engagement, sondern vielmehr mangelnden Zeitmanagements ist.

Doch hat man unserer Gesellschaft inzwischen fast lange genug erfolgreich eingeredet, dass faul oder unzuverlässig ist, wer eben nicht sofort erreichbar ist. Gerade, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man den geschäftlichen Anruf nach 20 Uhr nicht mehr annimmt.

Bedenken Sie beim nächsten Telefonat, das sie nach 19 Uhr geschäftlich führen wollen, ob es nicht eventuell doch bis zum nächsten Morgen warten kann und schenken Sie sich und Ihrem Geschäftspartner einen entspannten Feierabend.

 

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